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Freitag, 20. November 2009

Die Rechnung bitte!

Nach einem leckeren Essen die Rechnung zu bestellen, ist unter Umständen gar nicht so einfach. Die Gesten die wir in Deutschland verwenden, um dem Kellner zu zeigen dass man bezahlen will, kennt man hier nicht oder sie werden missverstanden. Und da auch nicht alle Hong Konger der Englischen Sprache mächtig sind, ist das wörtliche Bestellen der Rechnung auch manchmal schwierig, beispielweise werden die beiden Worte bill und beer häufig verwechselt ...

Damit das nicht passiert, hebt man den Arm mit angwinkeltem Ellbogen, sodass die Hand mit nach unten deutendem Zeigefinger vor der Brust ist und kreist die Hand im Uhrzeigersinn ein- bis zweimal im Kreis. Man sollte natürlich zu erst mit dem Kellner Blickkontakt aufnehmen, sonst reichen zwei Kreisbewegungen womöglich nicht aus. Wenn der aber gerade nicht gucken will, kann man der Geste noch ein (relativ) lautes aber bestimmtes MAY DANN hinzufügen. Dann gibt es kein Vertun mehr, ruck zuck ist die Rechnung da und es kann sofort bezahlt werden. Damit macht man sich gleich doppelt beliebt, denn der Kellner freut sich dass man , nachdem die Bestellung aufgrund von sprachlichen Schwierigkeiten schon ewig gedauert hat, nun doch ein Wörtchen Kantonesisch spricht und zum anderen weil der Tisch wieder frei wird. Hong Konger gehen nämlich nicht in Ruhe essen, sondern schaufeln oder schlürfen alles in sich hinein um dann fluchtartig das Lokal zu verlassen. In dem Tempo wird auch abgeräumt und abkassiert, damit man ja nicht zu lange sitzen bleibt.

Dienstag, 29. September 2009

Taiwanesische Teekreationen

Gestern abend waren wir mit Nickis Buddy Vivi und ihrer Freundinnen Nicole essen. Zum Essen gab es eine taiwanesische Spezialität: Cold Yasmin Tea with Milk and Black Pearls. Die Perlen haben eine etwas festere Jelly Konsistenz und schmecken nach nichts. Zum Nachtisch gab es irgendeine süße Paste in Reisteig, die mich von der Aufmachung her stark an Sushi erinnert hat.
Dazu gab es dann sweet Bean-Curd (süßes Tofu) mit Mango oder roter Bohnenpaste. Das ist wirklich komisch, die essen rote Bohnen in jeder Form aber hauptsächlich kalt und süß, als Beilage zum Nachtisch oder in einem süßen Teegetränk.

Sonntag, 13. September 2009

Local Drinks

Das lokale Bier hier »Tsing Tao« lässt wird angeblich nach deutschem Reinheitsgebot gebraut, weil die Tsing Tao Region mal deutsche Kolonie war. Keine Ahnung. Das Bier lässt sich jedenfalls hervorragend trinken.Die Hong Konger stehen total auf irgendein Glibberzeug im Getränk. Und nachdem ich letztes Mal diese weißen Kügelchen probiert habe (übrigens heißen die Sago) gab es heute Mangosaft mit Kokosmilch und grünem Aloe-Schleim. Der schmeckt eigentlich nach nichts und fühlt sich an wie Wackelpudding. Nicki tut sich noch ein bisschen schwer mit der Konsistenz. Zitat: »Das könnte vom Gefühl her auch ein rohes Ei sein.« Dabei hatte sie nur Mangosaft mit Mangostückchen und Mangoglibber.

Die Parties hier sind bisher nicht so mein Ding, aber es gibt mindestens einmal die Woche Lady's Night. Freier Eintritt, kostenlose Drinks. Darf ich vorstellen: Nothing, Kamikatze und Sex on the Beach ... die Party Fotos könnt ihr auf Nickis Blog bestaunen.

Mittwoch, 2. September 2009

Hong Kong Food

Das Essen hier ist einfach der Hammer! Es gibt einfach alles und vieles was wir Europäer nicht kennen. Zum Beispiel stehen die hier total auf so Aloe-Vera-Gelatine-Stückchen, die kommen überall rein. In Icetea, zum Nachtisch, in den Mangosaft ...Gestern waren wir mit Nickis Projektgruppe Shanghai-Style Mittagessen. In einem schnieken Restaurant wurde dann für sechs Leute ein Lunch-Set bestellt. Erstens gibt's hier fast zu jeder Mahlzeit ein Teechen dazu. Normalerweise grünen Tee, in diesem Fall gab es Jasmin Tee. Dann werden unzähige kleine Teller aufgetischt und jeder nimmt sich dann von allem etwas. Gegessen wird natürlich mit Stäbchen (ich habe den Anfängerstatus mitlerweile überschritten) und es gibt einen Teller und dazu eine kleine Suppenschüssel. Und egal was gegessen wird, das Essen kommt in die Schüssel und die Reste(also Knochen oder so) auf den Teller.
Hier sind Noddi, Eva und Orange mit Dumplings, Nudeln und Spinat zu sehen. Dumpling sind sowieso eine tolle Sache! Das ist so ein Tortellini-Semmelklos-Zwischending, Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen und die werden dann entweder gedünstet und in Supper serviert oder gebraten mit Suppe serviert. In der Suppe sind dann meistens Nudeln, Kohl, Frühlingszwiebeln und Spinat. Köstlich! Heute waren wir mit Friedrich beim Dumpling-King. Da gibt es die tollsten Dumplings und ein glas mit frischer Sojamilch für 2,10€!

Montag, 31. August 2009

Mong Kok

Nachdem wir uns heute endlich mit unserem Studiengangsleiter Tomothy Jones getroffen haben, um über unsere Kurswahl zu sprechen, haben wir uns auf den Weg nach Mong Kok gemacht. Zur Abwechslung sind wir dieses Mal mit dem MTA, der HKG-Bahn gefahren, und mussten feststellen dass KVB und Deutsche Bahn noch einiges lernen können:
Übersichtliche Fahrkartenautomaten, Wartezeiten von zwei bis maximal fünf Minuten, genaue Anzeige von Standort, Fahrtrichtung und dem nächsten Halt, günstige Tickets ...


Sai Yeung Choi Street


Fish Market



Ladies Market



Mong Kok ist im Vergleich zur Hafen-Gegend eher so wie ich mir Hong Kong vorgestellt habe. Jede zweite Straße ist zum Markt umfunktioniert und es gibt unzählige chinesische Restaurants, chinesische Malls, viele kleine Läden und zur Abwechslung nur ein Starbucks und zwei 711. In der Hafen-Gegend gibt es die nämlich an jeder Ecke. Außerdem sieht man in Mong Kok viel weniger Westler. Also, da werden wir demnächst wohl noch öfter sein, und wenn es nur darum geht ein Haustier für unser Kämmerlein anzuschaffen, oder Schuhe für fünf Euro zu besorgen. Es gibt nämlich eine Straße voller Läden in denen hauptsächlich Zierfische, und wenige andere Haustiere verkauft werden, und eine Straße für Elektronik und Technikbedarf, und eine Straße für Klammotten, und eine Straße für ... interessantes Prinzip.


Heute Abend waren Nicki und ich noch mit Sonja aus Nürnberg in der Nähe des Wohnheims lecker Abendessen. Danach haben wir uns auf die Suche nach einer Bar oder Kneipe gemacht. Das war gar nicht so einfach. Aber wir haben nun eine kleine Klitsche gefunden in der es Bier für 70 Cent gibt UND die Kellner uns verstehen. Morgen wird da mal gespeist. Wenn es in dem Laden noch eine Tooilette gäbe, hätte er Potential zum Stammlokal ...


Sonntag, 30. August 2009

Party und Pansen


Gestern haben sich dann alle Exchange Students aller fünf Unis dieser Stadt auf der Party-Meile in Lan Kwai Fon versammelt um in einen Club zu gehen. Die Schlange war einfach zu lang, und so sind Nicki und ich dann mit den beiden Amis, Mark und Drew, und einigen anderen in die Oysterbar gegangen. Dort gab es dann Long Island Ice Tea für drei Euro und hauptsächlich Westler. Und zwar in einer so stark konzentrierten Masse, dass man – im gesamten Viertel – eher das Gefühl hatte auf'm Ballermann unterwegs zu sein, als in Hong Kong.



Nachdem wir heute endlich ausschlafen konnten, haben wir uns mit Cecilia und ihrer Schwester Flora getroffen. Cecilia hat letztes Semester an der KISD studiert und ist hier im dritten Jahr im Produkt-Studiengang. Die beiden haben uns dann erstmal richtiges chinesisches Essen vorgestellt. Es gab Reisröllchen mit einer Art Ketchup und Erdnuss-Sauce, frittiertes Gemüse, frittierte Wurst und diverse Suppen.Besonders interessant war die imitierte Haifischflossen-Suppe – in brauner Glibber mit Fischstückchen – und die Reisnudelsuppe mit Pansen. Den Glibber hab ich probiert, aber beim Pansen konnte ich mich nicht überwinden.
Dazu gab es Lemon-Ice- und Milk-Teaund zum Nachtisch eine Art Waffel. Sehr lecker!


Danach sind wir dann die Einkaufsstraße entlang zum Hafen gelaufen. Und diese Stadt ist vielleicht voll, unglaublich!