Samstag, 12. September 2009

Die Nippeltheorie

Der Hongkonger an sich winkt gerne zur Begrüssung oder zum Abschied.
Dabei wird, während der Oberarm relativ eng am Körper bleibt, (meistens) die rechte Hand bis zur Hüfte angehoben und hin und her – rechts, links, rechts, links – bewegt.
Wenn Hongkonger fotografiert werden, zeigen sie oft das Peace- oder Victory-Zeichen. Auch bei dieser Geste wird nur der Unterarm gehoben und der Oberarm bleibt eng am Körper.
Ich habe die Theorie aufgestellt, dass es in Hong Kong ganz einfach die Regel gibt, den Ellbogen niemals über den eigenen Nippel zu heben.
Diese Theorie habe ich nun schon einiger Zeit – mindestens einer Woche – und heute habe ich mich endlich endlich überwunden und sie mit einigen meiner Klassenkameraden geteilt.
Die haben ganz andere Theorien dazu.
Sin Yeung meint, das Ganze habe einen historischen Hintergrund: früher hatte chinesische Oberkörperbekleidung lange große Glockenärmel mit Taschen. Eine allzu ausholende Begrüßungs- oder Verabschiedungsgeste – also das Heben des Ellbogens über die Nippellinie – hätte zum Verlust persönlicher Gegenstände geführt.
Esther ist der Meinung, dass Eitelkeit der Hintergrund dieser zurückhaltenden Geste ist. Sie meint dass ein »Double Wave«, das Mitwinken des Oberarmspecks, vermieden werden soll. Allerdings haben die meisten Hong Konger gar keinen Oberarmspeck ...
Meine These hat sich auch durch diese beiden Insights nicht geändert.
Was meint ihr denn dazu?


Noddi, Esther und ich in der typischen Hong Kong Fotopose. Seht ihr die imaginäre Nippellinie? Esthers Geste ist schon ziemlich outgoing!

Montag, 7. September 2009

Dim Sum

Heute waren wir mit unseren Komilitonen Dim Sum essen. Da werden viele kleine Sachen bestellt und in die Mitte des Tisches auf eine Dreh-Scheibe gestellt, damit jeder an alles dran kommt. Bis uaf die Hühnerfüße habe ich auch brav alles probiert und ich sage euch, es war köstlich!
lecker Hefeklöse mit Ei-Füllung

Litschi und Vilam

Ber

LaiLing, Vicky und Arial

Keu, Egar, Scarlett und Eman

lecker Dumplings aus Kohl und keine-Ahnung-Fülung

lecker Shrimp-Dumlings ... Mahlzeit everyone, ich geh jetzt ins Bett!

Sonntag, 6. September 2009

South Bay Beach

Nachdem wir gestern ungelogen 12 Stunden in der Uni verbracht haben und das Highlight unseres Samstag abends 10 Minuten in Pool war, waren wir heute den ganzen Tag wohlverdient am Strand. Voilà: South Bay Beach.

Auf dem Weg dorthin mussten wir in Central (Hong Kong Island) umsteigen. Auf der Fußgängerbrücke haben wir etwas interessantes entdeckt: alle Nannies treffen sich hier Sonntags zum picknicken.

Samstag, 5. September 2009

School of Design

Seit Mittwoch sind wir nun offiziell und praktsich Studentinnen an der PolyU School of Design im Studiengang Visual Communication (die Tage vorher haben wir mit Orientation und Subjectregistration und ... verbracht). Also Mittwoch neun Uhr morgens Projectmeeting für alle Studenten des 2.Jahres aller Studiengänge. Das Thema ist auch erstmal egal. Nach unserem ersten Tag – danach hatten wir das erste Treffen für unseren Typografie Kurs – waren wir ertsmal fertig!!!





Die sind hier einfach so unglaublich zurückhaltend, die Profs müssen denen alles aus der Nase ziehen und die Studenten dazu zwingen zu diskutieren. Und wenn dann einer direkt angesprochen wird, wird so leise geantwortet dass die anderen einen ja nicht verstehen können.
Team- und Projektarbeit schien am Mittwoch unvorstellbar, aber heute ist schon alles viel besser! Ich habe langsam das Gefühl dass ich mich daran gewöhnen kann (vorübergehend) und mit meiner Gruppe werde ich auch langsam warm.



Hier wird hauptsächlich im Klassenverband unterrichtet und es gibt auch einen Klassenraum in dem jeder seinen eigenen Arbeitsplatz bekommt, es Computer gibt und einen Scanner und in dem man 24h lang arbeiten kann. Morgen um neun, ja genau morgen ist Samstag, muss ich wieder stramm stehen. Mein Bett ruft!

Mittwoch, 2. September 2009

Hong Kong Food

Das Essen hier ist einfach der Hammer! Es gibt einfach alles und vieles was wir Europäer nicht kennen. Zum Beispiel stehen die hier total auf so Aloe-Vera-Gelatine-Stückchen, die kommen überall rein. In Icetea, zum Nachtisch, in den Mangosaft ...Gestern waren wir mit Nickis Projektgruppe Shanghai-Style Mittagessen. In einem schnieken Restaurant wurde dann für sechs Leute ein Lunch-Set bestellt. Erstens gibt's hier fast zu jeder Mahlzeit ein Teechen dazu. Normalerweise grünen Tee, in diesem Fall gab es Jasmin Tee. Dann werden unzähige kleine Teller aufgetischt und jeder nimmt sich dann von allem etwas. Gegessen wird natürlich mit Stäbchen (ich habe den Anfängerstatus mitlerweile überschritten) und es gibt einen Teller und dazu eine kleine Suppenschüssel. Und egal was gegessen wird, das Essen kommt in die Schüssel und die Reste(also Knochen oder so) auf den Teller.
Hier sind Noddi, Eva und Orange mit Dumplings, Nudeln und Spinat zu sehen. Dumpling sind sowieso eine tolle Sache! Das ist so ein Tortellini-Semmelklos-Zwischending, Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen und die werden dann entweder gedünstet und in Supper serviert oder gebraten mit Suppe serviert. In der Suppe sind dann meistens Nudeln, Kohl, Frühlingszwiebeln und Spinat. Köstlich! Heute waren wir mit Friedrich beim Dumpling-King. Da gibt es die tollsten Dumplings und ein glas mit frischer Sojamilch für 2,10€!

Montag, 31. August 2009

Mong Kok

Nachdem wir uns heute endlich mit unserem Studiengangsleiter Tomothy Jones getroffen haben, um über unsere Kurswahl zu sprechen, haben wir uns auf den Weg nach Mong Kok gemacht. Zur Abwechslung sind wir dieses Mal mit dem MTA, der HKG-Bahn gefahren, und mussten feststellen dass KVB und Deutsche Bahn noch einiges lernen können:
Übersichtliche Fahrkartenautomaten, Wartezeiten von zwei bis maximal fünf Minuten, genaue Anzeige von Standort, Fahrtrichtung und dem nächsten Halt, günstige Tickets ...


Sai Yeung Choi Street


Fish Market



Ladies Market



Mong Kok ist im Vergleich zur Hafen-Gegend eher so wie ich mir Hong Kong vorgestellt habe. Jede zweite Straße ist zum Markt umfunktioniert und es gibt unzählige chinesische Restaurants, chinesische Malls, viele kleine Läden und zur Abwechslung nur ein Starbucks und zwei 711. In der Hafen-Gegend gibt es die nämlich an jeder Ecke. Außerdem sieht man in Mong Kok viel weniger Westler. Also, da werden wir demnächst wohl noch öfter sein, und wenn es nur darum geht ein Haustier für unser Kämmerlein anzuschaffen, oder Schuhe für fünf Euro zu besorgen. Es gibt nämlich eine Straße voller Läden in denen hauptsächlich Zierfische, und wenige andere Haustiere verkauft werden, und eine Straße für Elektronik und Technikbedarf, und eine Straße für Klammotten, und eine Straße für ... interessantes Prinzip.


Heute Abend waren Nicki und ich noch mit Sonja aus Nürnberg in der Nähe des Wohnheims lecker Abendessen. Danach haben wir uns auf die Suche nach einer Bar oder Kneipe gemacht. Das war gar nicht so einfach. Aber wir haben nun eine kleine Klitsche gefunden in der es Bier für 70 Cent gibt UND die Kellner uns verstehen. Morgen wird da mal gespeist. Wenn es in dem Laden noch eine Tooilette gäbe, hätte er Potential zum Stammlokal ...


Sonntag, 30. August 2009

Kowloon


Chinese Food


Light Show


Hong Kong Island

Heute haben wir uns den südlichen Teil von Kowloon erlaufen.
Wir waren bei Muji einkaufen und Sushi essen. Ja doch, wir sind in China.
Am Ende des Tages haben wir uns vom Hafen aus die Light-Show von Hong Kong Island angeguckt. Da läuft dann über die Hafenlautsprecher dramatische Musik und die Hochhäuser auf der anderen Seite machen lustige Lichter und Laserstrahlen.


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